Hydraulischer Abgleich – lohnt sich das?

Sobald die Tage wieder kürzer werden und die Temperaturen sinken, zeigt sich, wie effizient die einzelnen Heizkörper funktionieren. Was dann nicht selten passiert: Manche Heizkörper werden auch bei voll aufgedrehtem Thermostat nicht wirklich warm, andere scheinen schon bei kleinster Stufe zu glühen.

In diesem Fall könnte ein hydraulischer Abgleich Abhilfe schaffen und wieder für gleichmäßige Wärme in allen Räumen sorgen. Der Grund: Das Wasser des Heizkreislaufs sucht sich immer den Weg des geringsten Widerstands. Das bedeutet, es fließt mehr Wasser durch kurze, dicke Rohre als durch lange, dünne. Dadurch werden Heizkörper, die weiter vom Heizkessel entfernt sind, oft nicht richtig warm. Dagegen werden die Heizkörper in der Nähe des Kessels nicht selten zu heiß.

Bei einem hydraulischen Abgleich stellt ein Fachbetrieb die Heizung so ein, dass die Wärme im Haus gleichmäßig verteilt wird. Dazu wird für jeden Raum die tatsächlich benötigte Wärmemenge ermittelt und auch die besonderen Eigenschaften einer Immobilie berücksichtigt wie zum Beispiel die Außendämmung oder die Qualität der Fenster. Auf dieser Basis wird die notwendige Heizwassermenge sowie die richtige Pumpenleistung berechnet und anschließend die Thermostatventile genau richtig eingestellt.

Übrigens: Ein hydraulischer Abgleich, der rund einen Tag in Anspruch nimmt, wird staatlich gefördert und 20 Prozent der Kosten werden zurückerstattet. Mehr Infos zum Förderantrag gibt’s hier.