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Das Gasnetz der Zukunft

  • Wissenswertes

Warum bestehende Infrastruktur auch in der Energiewende eine wichtige Rolle spielt

Die Energiewende verändert unsere Energieversorgung grundlegend. Neue Technologien entstehen, gesetzliche Rahmenbedingungen entwickeln sich weiter und Kommunen sowie Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Energieversorgung zukunftssicher auszurichten. Dabei richtet sich der Blick häufig auf den Ausbau neuer Infrastruktur. Doch mindestens genauso wichtig ist die Frage, wie vorhandene Netze sinnvoll weiterentwickelt werden können.

Genau hier liegt eine große Stärke des Gasnetzes. Es ist bereits heute flächendeckend vorhanden und kann künftig deutlich mehr leisten als den Transport von Erdgas. Mit erneuerbaren Energieträgern wie Biomethan und perspektivisch Wasserstoff wird es zu einem wichtigen Baustein einer klimafreundlichen Energieversorgung. 

Vorhandene Infrastruktur sinnvoll nutzen

Ein leistungsfähiges Energienetz entsteht nicht über Nacht. Die bestehende Gasinfrastruktur wurde über Jahrzehnte aufgebaut und verbindet heute Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen zuverlässig miteinander. Dieses Netz weiterzuentwickeln ist nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern kann auch einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten.

Für Kommunen eröffnet das neue Möglichkeiten bei der kommunalen Wärmeplanung. Unternehmen gewinnen Planungssicherheit, weil bestehende gasbetriebene Anlagen und Prozesse nicht automatisch ihren Wert verlieren, sondern perspektivisch mit klimafreundlichen Gasen betrieben werden können. 

Die Zukunft beginnt mit einer guten Planung

Damit das gelingt, braucht es eine langfristige und integrierte Netzplanung. Die europäische Gasbinnenmarktrichtlinie sieht vor, Strom-, Gas- und Wärmenetze künftig stärker gemeinsam zu betrachten. Netzbetreiber erstellen dafür Transformationspläne, die aufzeigen, welche Leitungen weiter genutzt, modernisiert oder für neue Energieträger vorbereitet werden können. 

Für uns beginnt die Energiewende mit einer vorausschauenden Netzplanung. Gemeinsam mit unserem Netzbetreiber beschäftigen wir uns bereits heute intensiv mit diesen Fragestellungen. Dazu gehören die Analyse der bestehenden Infrastruktur, Szenarien für die Einspeisung erneuerbarer Gase sowie der enge Austausch mit Kommunen und Unternehmen über zukünftige Anforderungen. Ziel ist es, das Verteilnetz Schritt für Schritt auf die Energieversorgung von morgen vorzubereiten. 

Biomethan ist bereits heute Teil der Lösung

Während viele Zukunftstechnologien noch im Aufbau sind, wird Biomethan bereits heute genutzt. Der erneuerbare Energieträger wird aus organischen Reststoffen gewonnen, auf Erdgasqualität aufbereitet und kann anschließend über das bestehende Gasnetz transportiert werden.

Dadurch lässt sich der Anteil erneuerbarer Energie im Gasnetz schon heute erhöhen, ohne dass dafür eine völlig neue Infrastruktur geschaffen werden muss. Mit unseren Biomethan-Tarifen bieten wir Kunden bereits heute zertifiziertes Biomethan an und zeigen damit, wie vorhandene Netze und neue Energieträger sinnvoll zusammenwirken können.

Wasserstoff braucht mehr als ein Kernnetz

Auch beim Thema Wasserstoff schreitet die Entwicklung voran. Mit dem Aufbau des bundesweiten Wasserstoff-Kernnetzes werden wichtige Voraussetzungen für eine klimafreundliche Industrie geschaffen. Doch Fernleitungen allein reichen nicht aus. Damit Wasserstoff tatsächlich bei Unternehmen, Gewerbegebieten oder kommunalen Einrichtungen ankommt, sind leistungsfähige regionale Verteilnetze unverzichtbar. 

Deshalb prüfen Netzbetreiber bereits heute die Wasserstofftauglichkeit bestehender Leitungen, stimmen sich mit den Fernleitungsnetzbetreibern ab und führen Gespräche mit potenziellen Abnehmern. So entstehen die Voraussetzungen dafür, dass Wasserstoff künftig dort verfügbar ist, wo er benötigt wird. 

Gemeinsam die Energieversorgung von morgen gestalten

Die Transformation der Energieversorgung ist eine langfristige Aufgabe. Sie gelingt nur, wenn bestehende Infrastruktur sinnvoll genutzt und gleichzeitig konsequent weiterentwickelt wird. Biomethan ist bereits heute verfügbar, Wasserstoff wird Schritt für Schritt folgen. Beides zeigt: Das Gasnetz hat auch künftig eine wichtige Rolle.

Wir begleiten diesen Wandel aktiv und entwickeln gemeinsam mit unserem Netzbetreiber Lösungen für eine sichere, wirtschaftliche und klimafreundliche Energieversorgung in unserer Region. Denn die Energiewende braucht nicht nur neue Ideen – sie braucht auch eine Infrastruktur, die bereit für die Zukunft ist.