Würzburg und seine Umgebung lassen sich besonders gut von oben entdecken. Zwischen Weinbergen, historischen Mauern und weitläufigen Grünanlagen gibt es einige Orte, von denen sich der Blick über die Stadt und das Maintal besonders lohnt. Wir stellen fünf Aussichtspunkte vor, die sich gut mit einem Spaziergang oder kleinen Ausflug verbinden lassen.
Festung Marienberg: der Klassiker über der Altstadt
Sie gehört zu Würzburg wie der Main und die Alte Mainbrücke: Hoch über der Stadt thront die Festung Marienberg und bietet gleich mehrere Möglichkeiten für einen Blick auf die Altstadt. Besonders schön zeigt sich von hier das Zusammenspiel aus Main, Kirchtürmen, historischen Häusern und den umliegenden Weinbergen.
Wer zu Fuß unterwegs ist, erreicht die Festung beispielsweise von St. Burkard über einen Wanderweg oder über die Tellsteige. Alternativ fährt die Kulturlinie 9 bis zur Festung. Wegen der laufenden Sanierungsarbeiten sind derzeit zwar Teile der Anlage nicht frei zugänglich, die Außenanlagen und Aussichtspunkte rund um die Burg können jedoch weiterhin besucht werden. Die Kernburg ist aktuell nur im Rahmen einer Führung zugänglich.
terroir f am Würzburger Stein: über den Reben schweben
Wer Würzburg mit Wein verbindet, findet oberhalb der Stadt einen besonders passenden Aussichtspunkt. Mitten in der bekannten Weinlage Würzburger Stein liegt einer der sogenannten terroir-f-Punkte. Diese besonderen Orte in den fränkischen Weinbergen verbinden schöne Aussichten mit Informationen rund um Wein, Landschaft und Kultur. Herzstück des Würzburger Standorts ist ein über die Reben hinausragender „Literaturbalkon“, von dem sich ein weiter Blick über Würzburg eröffnet.
Erreichen lässt sich der Aussichtspunkt über den Stein-Wein-Pfad. Der Weg führt durch die Weinberge und eignet sich damit bereits selbst für einen kleinen Ausflug. Der Literaturbalkon ist zudem Ausgangs- beziehungsweise Zwischenpunkt verschiedener offizieller Wander- und Weinangebote der Stadt.
Hier lohnt es sich, etwas Zeit mitzubringen: Gerade bei klarer Sicht lässt sich vom Würzburger Stein aus wunderbar nachvollziehen, wie eng Stadt und Weinlandschaft miteinander verbunden sind.
Frankenwarte: Würzburg aus 359 Metern Höhe
Noch ein Stück höher hinaus geht es auf dem Nikolausberg. Dort steht die Frankenwarte, deren Aussichtsturm bereits Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Von oben reicht der Blick über Würzburg und weit in das Maintal.
Die Frankenwarte lässt sich beispielsweise auf einer Wanderung über den Nikolausberg erreichen. Auch die Stadt Würzburg führt den Aussichtsturm als Station ihrer Wanderroute rund um den Nikolausberg und das Steinbachtal.
Das Gelände rund um den Turm ist frei zugänglich. Der Aussichtsturm kann für einen Eintritt von einem Euro bestiegen werden. Vor einem Besuch empfiehlt es sich, die aktuelle Zugänglichkeit zu prüfen.
Belvedere am Hubland: Weitblick mit moderner Geschichte
Ein deutlich jüngerer Aussichtspunkt wartet im Würzburger Stadtteil Hubland. Das Belvedere entstand im Zuge der Landesgartenschau 2018 am östlichen Ende der ehemaligen Landebahn der früheren US-Kaserne. Von der Aussichtsplattform öffnet sich der Blick über das weitläufige Gelände bis hinüber zur Festung Marienberg.
Das ehemalige Landesgartenschaugelände ist heute ein öffentlicher Stadtteilpark und frei zugänglich. Damit eignet sich das Belvedere auch für alle, die einen Aussichtspunkt mit einem Spaziergang durch eine großzügige Grünanlage verbinden möchten.
Der Kontrast macht den Ort besonders: Auf der einen Seite erinnert das Hubland an die jüngere Würzburger Stadtgeschichte, auf der anderen Seite fällt der Blick auf das jahrhundertealte Wahrzeichen der Stadt.
terroir f Randersacker: das Maintal im Blick
Für den letzten Aussichtspunkt geht es ein paar Kilometer aus Würzburg hinaus. Oberhalb des Weinortes Randersacker liegt ein weiterer terroir-f-Punkt inmitten der Weinlage Randersackerer Sonnenstuhl. Schon von Weitem fällt dort der aus Muschelkalk errichtete Turm auf, der vor Ort auch als „Kartoffelturm“ bekannt ist.
Das eigentliche Highlight ist jedoch die Lage: Von hier reicht der Blick durch das Maintal bis nach Würzburg und zur Festung Marienberg. Gleichzeitig erfahren Besucher vor Ort mehr darüber, wie Geologie, Boden, Klima, Rebsorte und Weinbau die fränkische Weinlandschaft prägen.
Damit bietet sich der Aussichtspunkt besonders für einen kleinen Ausflug vor die Tore Würzburgs an und zeigt das Maintal noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive.
