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Grundpreis und Arbeitspreis einfach erklärt

  • Wissenswertes

So setzt sich der Gaspreis zusammen

Wer einen Blick auf seine Gasrechnung wirft, stößt schnell auf zwei Begriffe: Grundpreis und Arbeitspreis. Doch was steckt eigentlich dahinter? Und warum besteht der Gaspreis überhaupt aus zwei verschiedenen Bestandteilen? Die Zusammensetzung wirft bei vielen Kunden Fragen auf. Wer den Unterschied kennt, kann die eigene Rechnung jedoch besser nachvollziehen und Tarife leichter vergleichen.

Der Grundpreis: feste Kosten unabhängig vom Verbrauch

Der Grundpreis ist ein fester Betrag, der unabhängig vom tatsächlichen Gasverbrauch berechnet wird. Er fällt also auch dann an, wenn in einem Zeitraum nur wenig oder gar kein Erdgas genutzt wurde. Genau darauf weisen wir auch in unseren Preisblättern hin. 

Mit dem Grundpreis werden unter anderem Kosten gedeckt für:

  • die Bereitstellung des Gasanschlusses
  • den Betrieb und die Wartung des Zählers
  • die Messung und Abrechnung
  • Serviceleistungen und Kundenbetreuung 

Für die Bereitstellung des Anschlusses und den laufenden Betrieb der Infrastruktur entstehen feste Kosten, unabhängig davon, wie viel tatsächlich verbraucht wird. Der Grundpreis wird deshalb meist monatlich angegeben.

Der Arbeitspreis: das bezahlt man für den tatsächlichen Verbrauch

Der Arbeitspreis ist dagegen verbrauchsabhängig. Er wird pro verbrauchter Kilowattstunde (kWh) berechnet. Je mehr Gas genutzt wird, desto höher fällt dieser Anteil auf der Rechnung aus.

Im Arbeitspreis stecken unter anderem:

  • die Beschaffung des Erdgases
  • Netzentgelte  
  • Steuern und Abgaben
  • Kosten für Transport und Vertrieb 

Der Arbeitspreis wird in Cent pro Kilowattstunde angegeben.

Ein einfaches Beispiel

Angenommen, ein Haushalt hat:

  • einen Grundpreis von 12 Euro pro Monat
  • einen Arbeitspreis von 12 Cent pro kWh
  • einen Jahresverbrauch von 15.000 kWh 

Dann ergibt sich:

Grundpreis:
12 Euro × 12 Monate = 144 Euro pro Jahr

Arbeitspreis:
15.000 kWh × 12 Cent = 1.800 Euro pro Jahr

Die gesamten Energiekosten würden in diesem Beispiel also bei 1.944 Euro pro Jahr liegen – zuzüglich weiterer gesetzlicher Bestandteile wie Mehrwertsteuer.

Warum gibt es überhaupt diese Aufteilung?

Die Trennung zwischen Grundpreis und Arbeitspreis sorgt dafür, dass feste und verbrauchsabhängige Kosten getrennt berechnet werden. Ein Teil der Infrastruktur muss dauerhaft bereitstehen – unabhängig davon, wie viel Gas tatsächlich verbraucht wird. Gleichzeitig soll sich der tatsächliche Energieverbrauch ebenfalls in den Kosten widerspiegeln.

Dadurch unterscheiden sich auch verschiedene Tarife. Manche haben einen niedrigeren Grundpreis, dafür aber höhere Kosten pro verbrauchter Kilowattstunde. Andere Tarife setzen eher auf einen höheren Grundpreis und dafür günstigere Verbrauchskosten. Welche Tarifstruktur günstiger ist, hängt oft vom persönlichen Verbrauchsverhalten ab.

Wo finde ich Grundpreis und Arbeitspreis auf meiner Rechnung?

Auf der Jahresabrechnung der gasuf sind sowohl Grundpreis als auch Arbeitspreis aufgeführt. Dort lässt sich nachvollziehen, welcher Verbrauch berechnet wurde, welche Preise gelten und wie sich daraus die Gesamtkosten zusammensetzen. Zusätzlich enthält die Rechnung weitere Informationen wie Zählerstände, Brennwert oder Netzentgelte. Wer seine Abrechnung noch besser verstehen möchte, findet hier auf unserer Website außerdem eine ausführliche Rechnungserläuterung.